Hautbiopsy im Allgemeinen

Hautbiopsie allgemein
Die Stanzbiopsie der Haut mit dem Biopsy Punch

Hautbiopsien sind aus dem Medizinalltag der Dermatologen heute nicht mehr wegzudenken, denn die Hautbiopsie ist heutzutage das wichtigste diagnostische Instrument zur Diagnose von Hauterkrankungen.
Häufig ergibt erst die histopathologische Untersuchung einer Hautprobe Klarheit darüber, um welche Erkrankung es sich bei differentialdiagnostischen Zweifelsfällen handelt.
Sorgfältig ausgewählte Patienten, eine sauber durchgeführte Hautbiopsie
sowie  ein erfahrener Dermato-Histopathologe, führen in den allermeisten Fällen zu einer sicheren diagnostischen Information.
Zwei Dinge sind wichtig für die erfolgreiche Diagnostik in der täglichen Praxis des Dermatologen:

1) Die Hautbiopsie muss einfach, präzise  und schnell durchführbar sein
2) Die gewonnene Hautprobe muss sauber definiert sein

Entscheidend hierfür ist die Wahl der richtigen Biopsie-Methode.
So sollte die ausgewählte Technik erlauben, dem Histologen ein sog.
„Full-Thickness skin specimen“ zur Verfügung zu stellen, also einen Querschnitt durch die gesamte Haut mit Epidermis und Dermis bis ins Fettgewebe.
Geradezu prädestiniert hierfür ist die Stanzbiopsie.
Hierbei wird das Instrument, die sterile Einmalhautstanze (Biopsy Punch), unter leichtem Druck und einer Drehbewegung durch die Haut bis ins Fettgewebe getrieben.

Die Stanze trägt ein metallenes zylindrisch geformtes Messer am einen Ende. Der Stanzendurchmesser variiert zwischen 2 und 8 mm.

Es von entscheidender Bedeutung, dass die Hautstanze eine extreme Schärfe besitzt um einen sauberen Schnitt unter Vermeidung von Quetschartefakten zu gewährleisten.
Moderne Hautstanzen erreichen diese Schärfe durch ein besonderes Herstellungsverfahren, das gekennzeichnet ist durch eine mechanische Verdichtung der Schneide mit anschließender elektrolytischer Abtragung des Edelstahls bis zur Erreichung der gewünschten rasiermesserartigen Schärfe (wie z.B. Biopsy Punch Faroderm).
Auch wenn der Großteil der Hautbiopsien von guter Qualität ist, stellt eine inadäquate Gewebeprobe für jeden (Dermato-)Pathologen eine diagnostische Herausforderung dar. Die Hautbiopsie ist nicht einfach eine mechanische Entfernung von Gewebe, sondern bedarf etwas Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Wie oft hat man es mit zu kleinen, zu oberflächlich entnommenen, durch Elektrokoagulation geschädigten oder durch eine Pinzette gequetschen Hautproben zu tun.
Die histopathologische Beurteilbarkeit von zu kleinen Stanzbiopsien - sogar mit einem Durchmesser von 3 mm - ist häufig erschwert oder unzureichend.


Die Technik der Stanzbiopsie

Die Stanzbiopsie der Haut ist ein relativ einfaches Verfahren zur Entnahme von Hautproben in der niedergelassenen Praxis des Dermatologen.
Mit etwas Übung und Erfahrung dauert die Prozedur nicht länger als 10-15 Minuten.
Die desinfizierte Haut wird lokal anästhesiert, die Probe entnommen und die Wunde verschlossen. Inder Regel heilt Haut in 1-2 Wochen ab bei nur geringem Blutungs-oder Infektionsrisiko.

Hier die einzelnen Schritte der Stanzbiopsie n Kurzfassung:

1. Hautareal vorbereiten
Das vorgesehene Hautareal mit Alkohol sterilisieren.

2. Haut anästhesieren
Am Ort der geplanten Entnahme eine Lösung von Lidocain-HCL 1% subepidermal injizieren.

3. Stanzbiopsie der Haut
Die Hautstanze zwischen Daumen und Zeigefinger fassen und unter leichtem Druck und einer Drehbewegung die Haut durchstoßen.
Hautstanze aus der Haut entfernen, Blut abwischen.

4. Entnahme der Hautprobe
Die Hautprobe mit einer anatomischen Pinzette vorsichtig anheben und mit einem Skalpell sauber abtrennen.

5. Wundverschluss
Wunden < 4mm vorsichtig zusammen drücken und mit einem Pflaster verschließen.
Wunden > 4mm mit Naht, Clips oder adhäsivem Pflaster angemessen verschließen.

Die Stanzbiopsie mit der Faroderm Hautstanze (Biopsy Punch) ist ein standardisiertes Verfahren zur Gewinnung von Hautproben.
Faroderm Hautstanzen (Biopsy Punch) als sterile Einmalinstrumente, gibt es in den Größen: 2/3/4/5/6 und 8 mm